Produktion von neuen EU-Löschflugzeugen gestartet
14.08.2024 11:27
Angesichts verheerender Waldbrände bekommt etwa Griechenland
Unterstützung aus anderen EU-Ländern. Künftig sollen neue
Löschflugzeuge für den Kampf gegen die Flammen in der EU
bereitstehen.
Brüssel (dpa) - Die Löschflugzeugflotte der Europäischen Union soll
weiter wachsen. Die Produktion von zwölf Löschflugzeugen habe in
Kanada nach Unterzeichnung einer entsprechenden Vereinbarung
begonnen, teilte die EU-Kommission in Brüssel mit. «Die Flugzeuge
werden von der Europäischen Kommission finanziert und das neue
Rückgrat der EU-Krisenreaktion zur Bekämpfung von Waldbränden
bilden», hieß es.
Die Flugzeuge aus den sogenannten rescEU-Reserven könnten rasch
eingesetzt werden, wenn ein Land mit schweren Waldbränden
konfrontiert ist, die ohne zusätzliche Unterstützung nicht bewältigt
werden könnten. Die Lieferung der ersten dieser neuen Flugzeuge wird
für Ende 2027 erwartet.
Waldbrandrisiko steigt mit Klimawandel
Waldbrände sind in jüngster Zeit zu einem europaweiten Problem
geworden, das Brandrisiko dürfte zudem aufgrund des Klimawandels
weiter steigen, hieß es von der Kommission. Zuletzt wütete ein
riesiger Waldbrand nordöstlich von Athen.
Die Produktion der sogenannten Amphibienlöschflugzeuge stehe im
Einklang mit der langfristigen Strategie der EU zur Einrichtung einer
ständigen EU-Brandbekämpfungsflotte, die in Frankreich, Griechenland,
Italien, Kroatien, Portugal und Spanien stationiert sein werde,
teilte die Behörde weiter mit. Zehn weitere - noch zu produzierende -
Löschflugzeuge würden daneben direkt von Mitgliedstaaten gekauft, um
ihre jeweilige nationale Flotte zu verstärken.
Die europaweite Hilfe wird im Rahmen des
EU-Katastrophenschutzverfahrens koordiniert. Seit 2019 wurde das
Verfahren schrittweise um die rescEU-Flotte erweitert - eine
europäischen Reserve, die Löschflugzeuge und Löschhubschrauber
umfasst und komplett von der EU finanziert wird.