Über eine halbe Milliarde an Förderung für Verkehrsprojekte

13.01.2025 05:30

Der Hamburg-Takt soll allen Hamburgerinnen und Hamburgern künftig
binnen fünf Minuten ein Nahverkehrsangebot bieten. Dazu muss viel
Geld investiert werden. Ein Teil kommt vom Bund und der EU.

Hamburg (dpa/lno) - Hamburg hat in der zu Ende gehenden Legislatur
vom Bund und der EU mehr als eine halbe Milliarde Euro an
Fördermitteln für die Verkehrsinfrastruktur erhalten. 418 Millionen
Euro habe die Verkehrsbehörde für den Ausbau des öffentlichen
Nahverkehrs und umweltfreundlicher, digitaler Mobilitätsangebote
eingeworben, sagte Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) der Deutschen
Presse-Agentur. Weitere 98 Millionen Euro seien für die Anschaffung
von Elektrobussen direkt an Hochbahn und VHH gegangen.

Das Gros der von der Stadt eingeworbenen Fördermittel floss demnach
mit allein 344 Millionen Euro in den Schnellbahnausbau - vor allem in
die Verlängerung der U4 auf die Horner Geest und den Bau der U5-Ost
von Bramfeld bis zur City Nord. 

Millionenförderung für Schnellbahnausbau

Zusätzliche 31 Millionen Euro aus dem GVFG-Programm des Bundes zur
Verbesserung der Verkehrsverhältnisse der Gemeinden gingen den
Angaben zufolge zum Bau der S-Bahnstation Elbbrücken an die Deutsche
Bahn. 7,9 Millionen Euro Förderung von Bund und EU habe es bisher für
Planung und Bau der S4-Ost nach Bad Oldesloe gegeben.

«Hamburg investiert in großem Stil in die Schiene, die
Dekarbonisierung sowie die Digitalisierung und damit in nachhaltige,
bedarfsgerechte Mobilität der Zukunft», sagte Tjarks. Nach
jahrelangen Planungen und Diskussionen werde es jetzt in allen Teilen
der Stadt konkret mit dem Schnellbahnausbau und der Weiterentwicklung
der Mobilitätsangebote. «Diese Investitionen werden uns allen, aber
auch unseren Kindern und Enkeln zugutekommen.»

Auf dem Weg zum Hamburg-Takt - mit dem den Hamburgerinnen und
Hamburgern künftig tagsüber überall in der Stadt binnen fünf Minute
n
ein öffentliches Verkehrsangebot zur Verfügung gestellt werden soll -
seien die Verkehrsbehörde und ihre Partnerunternehmen wie Hochbahn,
HVV, VHH und Moia seit 2022 mit rund 30 Millionen Euro unterstützt
worden. 

Bund sieht Hamburg als Modellregion für Mobilität 

Finanziert wurde damit unter anderem der Ausbau der Switch-Punkte,
die Weiterentwicklung der hvv Switch-App und die Ausweitung des Moia
Angebots auf weitere Teile der Stadt. 19,3 Millionen Euro erhielt
Hamburg demnach für Investitionen in den Ausbau des Radverkehrs. 

Der Bund habe Hamburg zur Modellregion Mobilität ernannt, sagte
Tjarks. «Hamburg ist in vielen Bereichen der smarten, nachhaltigen
und urbanen Mobilität bundes- und europaweit Vorreiter.» Die Stadt
biete einen guten Nährboden, um den öffentlichen Nahverkehr zu
entwickeln. «Die Förderungen von Bund und EU zeigen, dass Hamburg ein
wichtiger Mobilitätsstandort ist, in den es sich zu investieren
lohnt.»