Orban: Trumps Rückkehr hat die Welt verändert - «wir sind die Zukunft»

08.02.2025 15:49

In Spaniens Hauptstadt kommen führende Persönlichkeiten der
europäischen Fraktion Patrioten für Europa zusammen. Sie wollen eine
grundsätzliche Wende der Politik - und gehen auch Brüssel scharf an.

Madrid (dpa) - Führende Politiker der rechten Fraktion im
EU-Parlament, Patrioten für Europa, haben sich auf einem Kongress als
politische Alternative für die Zukunft präsentiert. «Die Rückkehr v
on
(Donald) Trump hat die Welt in nur wenigen Wochen verändert», sagte
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban in seiner Rede in Spaniens
Hauptstadt Madrid mit Blick auf den neuen US-Präsidenten.

«Eine Epoche ist zu Ende gegangen: Gestern waren wir für einige die
Vergangenheit, eine Torheit, heute sind wir die Zukunft», sagte Orban
unter Applaus weiter. Er gab vor allem der EU-Politik aus Brüssel,
aber auch Verfechtern der Globalisierung und den US-Demokraten von
Ex-Präsident Joe Biden die Schuld daran, Europa «ruiniert» zu haben,

unter anderem durch angeblich unkontrollierte Migration. 

Kickl: Menschen in Europa wollen Wandel 

Die deutsche Alternative für Deutschland (AfD) gehört der
Patrioten-Fraktion nicht an und war deshalb nicht vertreten. Der
Österreicher Herbert Kickl von der rechten FPÖ, die die
Parlamentswahl im Herbst 2024 gewonnen hatte, sprach per Videoschalte
zu den Teilnehmern. 

«Die letzten Wahlergebnisse haben gezeigt: Die Bürger wollen eine
Veränderung, eine Politik, die sich einzig und allein mit den
Interessen des eigenen Volkes identifiziert und an ihnen orientiert»,
sagte er. «Diese Wende sehen wir überall in Europa», fügte Kickl
hinzu. Der Rechtspopulist steckt noch in Koalitionsverhandlungen mit
der konservativen ÖVP und dürfte - im Erfolgsfall - Bundeskanzler
werden.

Auch andere führende Politiker rechter Parteien wie die Französin
Marine Le Pen, der Italiener Matteo Salvini und der Niederländer
Geert Wilders hielten bei dem Treffen in Madrid Reden.