Russischer Geheimdienstchef wirft EU Nazi-Propaganda vor

27.03.2025 12:27

Die EU warnt angesichts des Angriffskrieges gegen die Ukraine vor
einer «russischen Bedrohung» für Europa. Moskaus Auslandsgeheimdienst

vergleicht das mit Nazi-Hetze gegen Russen im Dritten Reich.

Moskau (dpa) - Der Chef des Moskauer Auslandsgeheimdienstes, Sergej
Naryschkin, hat die Warnungen der EU vor einer «russischen Bedrohung»
als Angstmache in der europäischen Bevölkerung wie zu Nazi-Zeiten
kritisiert. Die EU-Kommission verbreite gezielt «Gehirnwäsche» mit
russlandfeindlichen Narrativen wie einst Reichspropagandaminister
Joseph Goebbels, hieß es in einer Mitteilung Naryschkins. «Die
europäische Bevölkerung soll von einer von Russland ausgehenden
«existenziellen Gefahr» überzeugt werden, die angeblich nur durch die

Zerstörung der russischen Staatlichkeit abgewendet werden kann.»

Die EU warnt mit Blick auf Moskaus Überfall auf die Ukraine immer
wieder vor Russland als Gefahr für die Sicherheit in Europa und will
deshalb ihre eigene Verteidigungskraft stärken. Von einer geplanten
Zerstörung Russlands ist keine Rede. 

Kremlchef Wladimir Putin hat immer wieder Befürchtungen im Westen
zurückgewiesen, dass Russland ein Nato-Mitgliedsland überfallen
könnte. Zugleich beklagt Moskau eine Militarisierung Europas hin zu
einer Kriegstüchtigkeit. Dabei hat Russland selbst seine
Kriegswirtschaft hochgefahren, um, wie auch Verteidigungsminister
Andrej Beloussow einmal sagte, in zehn Jahren für einen möglichen
Krieg mit der Nato gerüstet zu sein.