EU-Chefdiplomatin: Rüstungsgüter nicht nur in USA kaufen

03.04.2025 11:00

Trump verkündet ein gewaltiges Zollpaket und ein Handelskrieg mit der
EU steht ins Haus. Die EU-Chefdiplomatin betont, Munition und anderes
sollte künftig vermehrt aus anderen Ländern bezogen werden.

Warschau (dpa) - Nach der Verkündung der Strafzölle durch
US-Präsident Donald Trump ruft die EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas auf,
bei der Beschaffung von Rüstungsgütern weniger stark auf die USA zu
setzen. «Natürlich ist die Verteidigungszusammenarbeit, die wir mit
den Amerikanern haben, auch sehr wichtig», sagte die
EU-Außenbeauftragte am Rande eines informellen Treffens der
EU-Verteidigungsminister in Warschau. Aber es werde geschaut, was
mehr für die europäische Verteidigungsindustrie gemacht werden könne.


«Wir kaufen im Moment viel von den Amerikanern, aber wir müssen unser
Portfolio diversifizieren, damit wir in der Lage sind, die Munition
und die Dinge, die wir hier brauchen, hier zu produzieren.» Auch
müsse für ein diversifiziertes Portfolio von anderen Verbündeten
gekauft werden.