US-Zölle - Minister Barke ruft zu Schulterschluss in EU auf
03.04.2025 11:22
Mit seiner starken Export- und Industrieorientierung ist das Saarland
besonders betroffen von den angekündigten Strafzöllen der USA. Das
sagt Wirtschaftsminister Barke dazu.
Saarbrücken (dpa/lrs) - Der saarländische Wirtschaftsminister Jürgen
Barke (SPD) hat angesichts der neuen Strafzölle von US-Präsident
Trump zu Besonnenheit und Geschlossenheit in der EU aufgerufen. Auch
im Saarland mit seiner hohen Industriequote und Exportorientierung in
die USA würden die Auswirkungen zu spüren sein. «Wir dürfen jetzt
aber nicht in Panik verfallen oder vorzeitig Zugeständnisse machen»,
teilte er auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.
Deutschland müsse seine Wirtschaft nun «sturmfest» machen, indem man
etwa die Binnennachfrage ankurble und bessere Rahmenbedingungen für
die Produktion schaffe - auch bei den Energiekosten. «Die Europäische
Union muss ihrerseits klar zeigen, dass wir entschlossen reagieren
können, aber auch zu Verhandlungen bereit sind.» Europa gehöre zu den
leistungsstärksten Volkswirtschaften der Welt. «Wir haben allen
Grund, selbstbewusst aufzutreten», so Barke. Aber nur, wenn man in
Europa zusammenstehe, erreiche man die nötige Durchschlagskraft.
«Ironischerweise leistet Trump mit seinem Gebaren ja einen großen
Beitrag dazu, die EU zu einen, wie nie zuvor», bilanziert der
Minister. «Wenn wir jetzt die richtigen Schritte gehen, hat uns der
amerikanische Präsident mitunter sogar einen Gefallen getan.»